Aliyah: Meine tollsten RP-Momente

Meine tollsten Momente im Rollenspiel




Davon gab es eine ganze Menge in den letzten knapp 9 Jahren. So richtige Highlights, die absolut unvergessen sind? Jede Menge.

Geburt von Aliyahs Kindern


Jede einzelne davon war für mich als Userin etwas besonderes, zumindest die, die tatsächlich als Rollenspiel ausgeschrieben wurden. Es hat unglaublichen Spass gemacht zu erleben wieviele Leute plötzlich in einem Rollenspiel versammelt werden können, nur um eine Geburt so realitätsnah wie möglich zu beschreiben und sich darüber Gedanken zu machen, wie so etwas vor mehreren hundert Jahren von statten gegangen sein könnte mit den damaligen Mitteln.

Auch wurden dabei diverse alte Bräuche wieder belebt um das Unheil von Mutter und Kind fern zu halten und die Männer während der Geburt irgendwie zu beschäftigen. Für mich als Spielerin war es immer eine besondere Herausforderung, da mir diese Erfahrung im realen Leben fehlt bislang und ich mich dahingehend erst belesen musste und irgendwie versuchen musste mich in diese Situation mit all ihren Gefühlen und Gedanken hinein zu versetzen.

Der Krieg in Frankreich


Auch das eine spielerische Herausforderung für mich. So traurig der Anlass war, daraus sind wahnsinnig intensive Texte entstanden. Eine Schlacht zu beschreiben von Anfang bis Ende, die Eindrücke die dort entstehen könnten, die Gerüche, Geräusche und Emotionen die solche Schlachten mit sich bringen.

Das Rollenspiel drum herum im Lazarett und der Versuch einem Freund das Leben zu retten mit den damaligen medizinischen Möglichkeiten die mir als Spielerin gegeben waren. Die Abende an den Lagerfeuern (Live-Chat), die depressiven Phasen meines Chars die unweigerlich damit kamen, je länger dieser Krieg andauerte. Es waren alles in allem 7 sehr intensive Monate die mein Charakter dort durchleben durfte mit Höhen und Tiefen, mit Lachen und Weinen, aber auch damit, dass irgendwann einmal der Punkt erreicht war, wo die Überlegung stattfand einfach alles hin zu werfen und auf eigene Faust durch die Feindgebiete nach Hause zu reisen weil man die lieben zu Hause hatte.

Und meine absoluten Highlight in diesen 7 Monaten waren zum Einen die erste Schlacht vor Dole, die möglichst Detailgetreu beschrieben wurde. Dafür hatte ich mir sogar entsprechende Musik rausgesucht die ich während des Schreibens gehört habe. Zum anderen der erbitterte Kampf im Lazarett um das Leben eines Freundes der sich über Tage gezogen hatte und mein Charakter so viele Bange Momente erlebte, die Erleichterung als dieser Freund endlich das Fieber überstanden hatte und wieder wach wurde. Man konnte hier wirklich mit den Charaktären voll und ganz mitfiebern.

Die wohl schönste Lovestory in all den Jahren


Für mich persönlich ist in all den Jahren aber tatsächlich das aktuell laufende RP ein richtig richtig grosses Highlight. Eine Liebesgeschichte, wie sie sich im realen Leben entwickeln könnte und mittlerweile seit über 9 Monaten mit zig Höhen und Tiefen gespielt wird. Vom ersten kennenlernen in Reutlingen bis zur Hochzeit im August und jetzt das Eheleben der beiden.

Ich habe hier wirklich mehr als einmal geflucht, gelacht, geweint und mit gebangt mit meinem Charakter. Grosse und kleine Dramen wurden erst als Freunde überstanden bis es durch die Dummheit meines Charakters fast komplett zerbrochen wäre. Die Entscheidung zu Heiraten, die eigentlich durch jemand ganz anderes gefällt wurde. Die Gespräche der beiden die tiefsinniger nicht sein konnte. Und das absolut schönste dran war, dass sich mein Charakter dadurch in eine Richtung entwickelt hat, die überaus Positiv war, auch wenn dadurch die eine oder andere Freundschaft zerbrochen ist, so haben sich andere gefestigt und neue gefunden.

So unterschiedlich die beiden Charaktäre sind, so ein wahnsinnig tolles Team ist aus den beiden geworden. Und für mich als Spielerin ist es immer wieder ein riesen grosses Kompliment wenn ich von Aussenstehenden höre, was für ein tolles Paar die beiden abgeben, dass man merkt wie sehr sich die beiden lieben oder wenn die beiden sich im Rollenspiel streiten, wir gefragt werden ob wir uns als Spieler gerade nicht so grün sind.

Das alles sagt mir, dass das was wir da machen echt wirkt und diejenigen die es mitlesen es als Aussenstehende mit erleben können. Selbst so simples Rollenspiel wie eine Beziehung kann also durchaus eine Herausforderung sein, wenn man nicht immer eitel Sonnenschein hat. Und gerade das macht es für mich aus, diese Abwechslung aus sehr schwierigen Momenten und diesen wunderschönen Momenten die mein Charakter hier erleben darf.

Die Hochzeit


Die Hochzeit mit dem aktuellen Ehemann von meinem Charakter wird mir vermutlich noch sehr sehr lange im Gedächnis bleiben. Denn dieser Tag war einer der für mich intensivsten vom Rollenspiel her.

Die ganzen Gefühle die mein Charakter an diesem Tag auslebte, von totaler Nervosität mit Übelkeit bis hin zu Tränen weil ihr Adoptivsohn nach über einem Jahr plötzlich in der Kirche auftauchte, über die Ehegelübde der beiden und natürlich die wahnsinnig tolle und sehr passende Traupredigt des Kaplans bei der sich der Spieler dahinter wirklich eine ganze Menge Gedanken gemacht hatte, wie er die Zeremonie passend auf die beiden Charaktere und den kurzfristig geänderten Trauort zuschneidet.

Das ganze drumherum, die vielen kleinen Rollenspiele die nebenbei noch gelaufen sind und so einige Überraschungen mit sich brachten. Es war eigentlich ein einziges Chaos, denn die Hochzeit war eine Woche später in komplett anderem Rahmen geplant und durch einige unschöne Umstände musste diese vorgezogen werden. Vielleicht ist sie gerade deswegen so absolut unvergesslich geworden, weil hier einfach auf Gratwohl gespielt wurde und jedwede vorhergehende Planung über den Haufen geworfen wurde, jeder von den beteiligten Spielern plötzlich komplett umdisponieren musste.

Die Angst, dass das Kleid nicht fertig wird, weil eine Woche Zeit fehlte, dass keine Gäste erscheinen, weil es so kurzfristig war, oder die Trauzeugen nicht auftauchen könnten. Es gab plötzlich so viele komplett unberechenbare Dinge, die mich als Spielerin haben mitfiebern lassen.